US-Renn-Ikone Parnelli Jones, einst Indy-Sieger, Formel-1-Teambesitzer und Mustang-Haudegen, wird mit einer Sonderserie von Saleen geehrt. Rufus Parnell Jones, wie eigentlich heißt, hat in den
USA eine Dekade lang Motorsport-Geschichte geschrieben. Ob Dirt Track, Stockcars, Pikes-Peak-Bergrennen oder die 500 Meilen von Indianapolis, diese mittlerweile 73-jährige Renn-Legende hat in seiner Heimat alle Klassiker gewonnen. Unvergessen bleibt sein Indy-Erfolg 1963 vor Jim Clark und A. J. Foyt. Sein orangefarbener Boss-Mustang 302 mit schwarzen Streifen und der Startnummer 15, mit er ebenfalls weltbekannte Gegner wie Dan Gurney oder Mark Donohue bezwungen hatte, kommt jetzt zu späten Ehren.
Steve Saleen, seit 1987 mit Parnelli Jones geschäftlich verbandelt, bringt 2007 eine Mustang-Sonderserie auf den US-Markt, die nur ein Outfit zulässt: nämlich das des legendären Parnelli-Jones-Mustangs, sogar mit der 15. Unter der Haube dieses Mustangs wiehert ein hochkomprimierter Saleen-V8-Dreiventiler, der 370 PS bei 6000 Touren leistet und den Wagen in 4,6 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Auch das Sportfahrwerk und die Bremsen stammen von Saleen. Nicht mit US-Gummi sondern Pirelli-Reifen (275er vorn, 285er hinten) sind die 19-Zoll-Rennfelgen ummantelt. Auch im Cockpit sind viele Details dem Mustang von damals nachempfunden. Ob Armaturenbrett, Lenkrad oder Schaltknauf: Der Retro-Look soll den Geist des Parnelli-Cockpits aufleben lassen. Dem Indy-Sieg ist die Stückzahl von 500 Exemplaren gewidmet, erhältlich für rund 55.000 US-Dollar pro „Parnelli-Street-Racer“.
autogericke.de / 22.12.2006