Bereits 1938 gab es schon einmal einen Alfa Romeo mit der Typenbezeichnung 8C, kein Vergleich mit der wundervollen Kreation von Alfa-Chefdesigner Wolfgang Egger, der die sportliche Tradition dieser berühmten Marke aus dem Fiat-Konzern um ein Prachtstück bereicherte. Nach anfänglichen Bedenken, man könne im Premium-Segment über 125.000 Euro wohl keinen Alfa anbieten, hat die große Resonanz des Coupé-Prototypen und des Spiders, der beim „Concorso d`Eleganza“ im Garten der Villa d`Este nicht nur die Prämierung des Hauses sondern auch den „BMW Group Design Award“ gewann, eine Neuorientierung ausgelöst.
Optisch unterscheidet sich die Carbon-Hülle des Competizione nur geringfügig von der Studie. Unter der eleganten, ziemlich langgestreckten Motorhaube pulsiert ein Maserati V8 mit 4,7 Litern und 450 PS. Mit dieser Kraftquelle wurden bei ersten Testfahrten im Frühjahr 2005 bereits weniger als 4,5 Sekunden beim Sprint auf Tempo 100 erzielt und die 300km/h-Barriere locker überwunden. Das maximale Drehmoment fällt mit 470 Nm allerdings nicht sonderlich hoch aus. Der leichte Stahl-Gitterrohrrahmen von Vaccari & Bossi ( diese Spezialisten arbeiten auch für Lamborghini) und das Schedoni-Interieur ( Lieferant von Ferrari ) sind hochqualitative, für die Serienfertigung bestens geeignete Komponenten. Das Fahrwerk mit elektronischer Stabilitätskontrolle wurde bei Alfa Romeo optimiert. Das automatisierte Sechsgang-Getriebe mit elektronisch gesteuertem Sperrdifferanzial ist transversal, also an der Hinterachse angeordnet. Diese Transaxle-Bauweise ermöglicht eine hervorragende Fahrzeug-Ausbalancierung. So liegt der rassige Sportwagen – mit Bein- und Kopffreiheit auch für langwüchsige Insassen – ganz hervorragend und bietet mehr als nur sein interessantes Erscheinungsbild. Die Kleinserie von 500 Einheiten soll spätestens im Herbst 2007 anlaufen.