Während die letzten Exemplare der ersten Yes-Roadster-Generation die Hallen auf dem ehemaligen Flugplatz Großenhain bei Riesa verlassen, macht sich bereits die neue Edition breit. Bei der Kraftquelle blieb man Audi treu, stieg aber auf das 3,2-Liter-Aggregat des TT um. Dieser V6 leistet konventionelle 255 PS, die mit Abgas-Turbolader auf stattliche 355 PS anwachsen. Das maximale Drehmoment macht dabei eine Freudensprung von 330 auf 485 Newtonmeter. Dank des Aluminium-Space-Frames und des daraus resultierenden niedrigen Leergewichtes von 930 Kilo sprintet der Turbo in 3,9 Sekunden auf 100 Stundenkilometer. Aber selbst ohne „Boost“ kommt noch ein ordentlicher Wert von 4,9 Sekunden heraus. Als Spitzengeschwindigkeit werden für den Turbo 281 km/h und für den normalen Sauger 255 km/h angegeben. „ Pure driving pleasure“, heißt es bei der Funke & Will AG, schließlich ist diese mittlerweile auch international bestens vertreten.
Die Rundungen der aerodynamisch optimierten, gegenüber dem Vorgänger gestreckten Karosserie aus Verbundwerkstoffen zeichnete einmal mehr der Designer Oliver Schweizer, ein Freund der Firmen-Gründer Herbert Funke und Philipp Will. Um die Turbo-Power auch bei hohem Tempo auf die 18-Zoll-Räder zu bringen, sorgt trotz des dezenten Diffusors ein zusätzlicher Heckspoiler für den erforderlichen Anpressdruck. Dem Fahrverhalten dieser „kompromisslosen Fahrmaschine“, wie es bei Funke & Will heißt, kommt das neue Outfit des 3,81 Meter langen Yes Roadster durchaus entgegen. Ein handgeschaltetes 6-Gang-Getriebe zollt dem Kraftzuwachs Tribut.
Im Gegensatz zu diversen britischen Roadstern gibt sich der Yes nicht puristisch: Das Interieur aus Leder und Chrom bietet akustisch (3-Wege-Soundsystem) ebensoviel wie optisch mit einem hochmodernen Navigationssystem. Individuelle Kundenwünsche wie die Abstimmung der Pedalerie oder die Schalthebel-Positionierung auf die Belange groß- oder kleinwüchsiger Yes-Fahrer werden ebenso berücksichtigt wie bei der Farbgebung. Als Manufaktur, die rund 50 Yes-Exemplare pro Jahr baut, ist man äußerst flexibel. Wer den roten Startknopf drückt, will für sein Geld viel Spaß haben und sich deutlich vom „ordinären“ TT-Lenker abheben.