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Lotus Exige 240R
Debüt 2001
Technische Details
Hersteller Lotus
Baureihe Exige
Typ Exige 240R
Bauzeit ab 2001
Baujahr 2005
Motor 4 Zylinder Kompressor
Hubraum 1796 cm³
Bohrung/Hub 82 / 85 mm
Leistung 247 PS / 182 KW
bei 8.000 U/min
Gewicht 941 kg
Leistungsgewicht 3.81 kg / PS
0 - 100 km/h 5.2s
0 - 160 km/h 12.7s
Vmax249 kmh





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Lotus Exige 240R

Nur 50 Glückliche, davon 20 aus dem Vereinigten Königreich, erhielten den Zuschlag, Besitzer eines Lotus Exige 240R zu werden. Das Besondere an dieser „limited edition“ ist nicht die einheitlich gelbe Außenhaut, sondern die Leistung von 247 PS sowie einige „goodies“, die der Serien-Exige mit 192 PS nicht bietet. Und so hofft so mancher Lotus-Jünger auf eine Motor-nachrüstung, wie sie der kleine 1,8-Liter-Vierzylinder durch einen Kompressor erfahren hat. Die bislang nur angedeutete Dachhutze des Exige versorgt beim 240R den Ladeluftkühler, der auf dem Toyota-Triebwerk tront. Zwar äußert sich der Kraftzuwachs weniger beim Sprint auf 100 km/h, doch wird die Spitze von 249 km/h auch dem rennmäßigen Outfit dieser beflügelten Flunder mit Spoilerchen, Diffusor und schwarzen geschmiedeten Leichtmetall-Rädern gerecht. Dass sich dieser Lotus wie ein Wettbewerbsfahrzeug bewegen lässt, liegt nicht nur an der direkten Lenkung ohne jegliche Servo-Unterstützung.

Am Volant muss gearbeitet werden, besonders wenn man die knappe Tonne „Lebendgewicht“ – also einschließlich Fahrer – zu schnellen Lastwechseln zwingt. Das Fahrwerk mit verstellbaren Öhlins-Dämpfern schluckt diese Torturen klaglos, und es bedarf schon einiger Kurbelei, um das Heck des Mittelmotor-Wagens an den Rand des Ausbrechens zu bringen. Den 240R mit seinen ziemlich engen, schwarz-gelb lederbezogenen Sitzschalen „ fährt man mit dem Arsch“, wie ein Lenker dieses etwas puristischen Sportfahrzeuges treffend bemerkt. Mangelnde Polsterung ist durch Gesäßmuskulatur auszugleichen. Fettleibige oder groß gewachsene Menschen haben in dem engen Cockpit ohnehin nichts verloren. Wer sich hier in die Vierpunktgurte zwängt und in die fast filigrane Pedalerie treten will, sollte schlank sein. Wie die Pedale ist das gesamte Chassis ( mit geklebten Profilen ) aus Aluminium: Gewichtsersparnis ganz im Sinne des verblichenen Firmengründers Colin Chapman. Dass die GfK-Karosserie nicht viel wiegen darf, ist bei Lotus seit Dekaden obligatorisch.

Der runde Alu-Schalthebel-Knauf mit eingraviertem Kulissen-Schema lässt anfangs nur erahnen, wo die sechs Vorwärtsgänge exakt sitzen. Aber mit etwas Übung wird die Schalterei zum „Gassenhauer“, begleitet von metallischen Gesängen, in die das Triebwerk jenseits von 4000 Touren einstimmt. Die Geräusche bei Topspeed gleichen einer „heavy metal“-Komposition.

Präzise wie die Lenkung gehorchen auch die innenbelüfteten Scheibenbremsen dem 240R-Fahrer. Und selbst von notorischen Spätbremsern lassen sie sich ohne Ermüdungserscheinungen malträtieren. Antiblockiersystem und Bremskraftverstärker sind Zugeständnisse an die heutige Automobiltechnik, doch auf irgendwelche elektronischen Fahrhilfen kann dieser Lotus getrost verzichten. Auch ohne sie ist er auf kurvenreicher Strecke ganz in seinem Element. Zum aufkommenden Fahrspaß in Serpentinen mit dem gut abgestimmten Fahrwerk tragen auch die Semi-Slicks A048 von Yokohama bei. Mangels Trockensumpfschmierung übernimmt der „Accusump“, ein Öl-Druckbehälter im 122-Liter-Kofferräumchen, diese Arbeit und sorgt dafür, dass der Motor auch bei großen Querbeschleunigungen stets gut geschmiert läuft. Mit nur 40 Litern Fassungsvermögen des Tanks ist bei schneller Fahrweise bereits nach 300 Kilometern ein Stopp an der Zapfsäule fällig, für den Lotus-Lenker eine willkommene Gymnastikübung beim Aus- und Einsteigen.

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