Beidseits des grollenden Triebwerks trat unverhüllt die komplette vordere Aufhängung zutage mit doppelten Querlenkern aus Aluminium – die hinteren Räder hingen an übereinanderliegenden Längs- und Querlenkern.
Die Fiberglas-Querblattfedern vorn und hinten waren anfänglich viel zu steif und verloren ab 1985 bekömmliche 25 Prozent an Härte. Im selben Jahr hielt der Einspritzer Tuned Port Injection (L98) Einzug in das geräumige Maschinenabteil, womit die Leistung des Corvette C4 von vergleichsweise milden 205 PS auf 230 PS anwuchs. Bei der Pressevorstellung wurden T-Shirts mit der Aufschrift "Life begins at 150" verteilt, bezogen auf die erreichbare Geschwindigkeit in Meilen pro Stunde. Das Leben endete bei 152, entsprechend 245 km/h, was den C4 zum schnellsten Corvette bislang machte. Dank Leichtmetallköpfen und einer höheren Verdichtung kamen 1986 noch einmal fünf PS hinzu bei 20 kg Gewichtsersparnis, und ein ABS von Bosch sorgte für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz.
Das galt analog für die offene Version. Ebenfalls 1986, aber spät in den Markt eingespeist, eroberte sie sich mit 7315 Einheiten sofort 21 Prozent der Produktion. Wie schon bei früheren Corvettes verschwand das Verdeck, ein Produkt der American Sunroof Corporation, spurlos unter einem bündig in die Karosserielinie eingelassenen Deckel. Bis Tempo 110 trug die im Winkel von 64 Grad geneigte Windschutzscheibe viel zu zugfreiem Reisen bei.
Stärkstes Stück dieser Generation war das Coupé ZR-1 (1990-95). Sein in den Hexenküchen von Lotus überarbeiteter 32-Ventiler rückte, per Schlüsselschalter am Armaturenbrett angewählt, zusätzlich zu seinem Pflichtpensum von 250 PS heraus. Königliches Erscheinungsbild und Auftreten führten zu einem angemessenen Spitznamen: King of the Hills.