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Alfa Romeo 6C 1750 GS
Debüt 1929
Technische Details
Hersteller Alfa Romeo
Baureihe 6C 1750
Typ 6C 1750 GS
Bauzeit 1929 - 1933
Baujahr 1933
Motor 6 Zylinder Reihenmotor
Hubraum 1752 cm³
Bohrung/Hub 65 / 88 mm
Leistung 85 PS / 63 KW
Gewicht 980 kg (trocken)
Leistungsgewicht 11.53 kg / PS
Vmax145 kmh





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Alfa Romeo 6C 1750 GS
Zur technischen Brillanz des Alfa Romeo 6C 1750, einem aufgeschlossenen Publikum erstmalig bei der zweiten Autoausstellung von Rom im Januar 1929 präsentiert, gesellten sich Gespür für Effekte und perfektes Timing: Mit einem Spider dieses Typs, karossiert von Ugo Zagato, gewannen Giuseppe Campari und Giulio Ramponi am 14. April desselben Jahres zum zweitenmal hintereinander die Mille Miglia. Ihre 1640 Kilometer lange Doppel-Durchquerung des Stiefels von Brescia nach Rom und zurück mit einem Schnitt von fast 90 km/h vor Millionen von Zuschauern kam einer gigantischen PR-Veranstaltung gleich.

Den Anfang machte der eher behäbige Turismo mit einer obenliegenden Nockenwelle und 46 PS, eingekleidet von Alfa Romeo selbst. Noch im Geburtsjahr kamen drei weitere Modelle hinzu, der Sport, auch Gran Turismo genannt, mit 55 PS und zwei Nockenwellen wie auch der Super Sport (später Gran Sport), angeboten ohne (64 PS) und mit Kompressor (85 PS). Das gemeinschaftliche Vielfache: Vittorio Janos trotzig-filigraner Reihensechszylinder mit 1752 cm³ Hubraum.

Mit fünf Karosserieformen, Torpedo und Berlina mit jeweils vier oder sechs Sitzen und Spider, und vier entsprechenden Radständen von 3160, 3100, 2920 und 2750 mm bespielte die Baureihe bereits ein bemerkenswert weites Spektrum. Sie gipfelte in der Kompressorversion des 6C 1750 Super Sport Spider, einem charismatischen Fahrzeug, das hinter vorgehaltener Hand in einem Atemzug mit dem Bugatti 35 genannt wurde und mit den Jahren noch an Strahlkraft gewann.

Vor allem mit dem knapp sitzenden Aufbau von Zagato verkörperte sie automobile Eleganz Ende der Zwanziger mit einer kräftigen Prise Zeitlosigkeit: den flachen Kühler schräg angestellt, die Scheinwerfer hoch angebracht, mit schön geschwungenen Kotflügeln und großen Speichenrädern mit Zentralverschlüssen von Rudge.

Wo soviel Augenweide war, ließ man es an angemessenem Ohrenschmaus nicht fehlen. Sowie das Triebwerk zu tosendem Leben erwacht war, fand sich eine Fülle von mechanischen Komponenten zu einer Sinfonie von brutaler Melodik bis hin zu wütendem Geheul zusammen. Den Ton an gab der Antrieb des Laders von der Spitze der Kurbelwelle her vermittels eines gradverzahnten Paars von Zahnrädern. Er komprimierte das anschließend gierig verschlungene Gemisch, das ihm im Gran Sport ein an seiner linken Seite angeflanschter Horizontal-Doppelvergaser von Memini zubereitete.

Dass die Federn im Bunde mit Reibungsstoßdämpfern vorn und hinten kurz und hart waren, wurde durch ein relativ verwindungsfreudiges Chassis austariert. Das riesige Lenkrad hatte mit 45 Zentimetern den gleichen Durchmesser wie die Felgen. Da zwischen Anschlag links und Anschlag rechts nur anderthalb Umdrehungen lagen, verlangte der 6C 1750 Super Sport nach ungeteilter Aufmerksamkeit, die man ihm ohnehin gerne zukommen ließ.

Bis über 100 PS leistete er in seinen schärfsten Ausbaustufen, und eine Unmenge von Erfolgen im Rennsport war der Lohn. 1930 stellte sich noch ein weiterer Sieg bei der Mille Miglia ein mit Tazio Nuvolari am Volant, dazu weitere Erfolge beim 2x12-Stunden-Rennen von Brooklands 1929 und bei den 24 Stunden für Tourenwagen in Spa 1929 und 1930.

Der 6C 1750 brachte es auf eine Verbreitung von 2579 Exemplaren insgesamt, davon 381 Super und Gran Sport einschließlich der Rennmodelle.
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